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Aktuelles aus dem Rathaus 23.09.2026

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Aus der Gemeinderatssitzung vom Donnerstag, 17. September 2026

TOP 1 – Nächster Abschnitt der Kanalsanierung
Herr Betz vom Ingenieurbüro Kommunalplan/Jung stellte dem Gemeinderat die Ergebnisse der Kanalbefahrungen aus den Jahren 2018/2019 sowie einer ergänzenden Untersuchung im Bereich Lindenallee (April/Mai 2026) vor. Betroffen sind Abschnitte in der Lindenallee, Werner-Wenzel-Straße, Spessartstraße, Heinrichsthaler Straße, Am Kurpark und Kurzenrainstraße. Festgestellt wurden unter anderem Rohrbrüche, Risse, Wurzeleinwüchse, verschobene Rohrverbindungen und mangelhaft angeschlossene Hausanschlüsse – teils in Zustandsklassen (0-2) mit kurzfristigem Handlungsbedarf.

Die Sanierung soll überwiegend im sogenannten grabenlosen Inliner-Verfahren erfolgen: Dabei wird das schadhafte Rohr von innen mit einem harzgetränkten „Schlauch" ausgekleidet, ohne dass die Straße aufgegraben werden muss. Nur an einer Stelle an der Ecke Spessartstraße/Werner-Wenzel-Straße ist ein Schacht komplett neu zu bauen. Insgesamt werden rund 486 m Hauptkanal und 51 m Anschlussleitungen renoviert, weitere rund 483 m sowie 18 Schächte werden repariert.
Die Gesamtkosten der Maßnahme „Grabenlose Kanalsanierung 2026–2027 und Schächte aus der EÜV-Befahrung 2018 und 2019" belaufen sich auf rund 405.000 € brutto. Davon sind etwa 290.000 € förderfähig; das Wasserwirtschaftsamt fördert diesen Anteil nach RZWas 2025 voraussichtlich mit rund 40 %. Für die Bürgerinnen und Bürger ergeben sich daraus keine gesonderten Verbesserungsbeiträge; die Abwassergebühren werden – wie ohnehin vorgesehen – turnusmäßig alle vier Jahre neu kalkuliert, ein Investitionsanteil ist dabei bereits berücksichtigt.
Als Zeitplan ist vorgesehen:
Ausschreibung Ende 2026/Anfang 2027
Baubeginn im Frühjahr 2027
Abschluss bis Herbst 2027.

Beschluss: Der Gemeinderat beschließt, die Maßnahme durchzuführen. Die Verwaltung wird beauftragt, beim Wasserwirtschaftsamt einen Förderantrag nach RZWas zu stellen und zusätzlich einen Antrag auf vorzeitigen Maßnahmenbeginn einzureichen.
 

TOP 2 – Bürgerfragestunde
Aus den Reihen der Zuhörerinnen und Zuhörer gab es keine Wortmeldungen.
 

TOP 3 – Verwaltungsmitteilungen
TOP 3 A – Sachstandsbericht 3. Quartal 2026
Der Bürgermeister informierte über den Stand laufender Projekte:
• Zubringerleitung Trinkwasser: Die Asphaltarbeiten in der Heinrichsthaler Straße sind weitgehend abgeschlossen, die Leitung vom Talübergang bis zum Hochbehälter ist in Betrieb. Die Forststraße ist wieder nutzbar, der Radweg wird in der Folgewoche freigegeben. Ab 21. September beginnt der Leitungsbau von der TWA bis zum Talübergang.
• Bauleitplanung Bahnflächen: Die frühzeitige Beteiligung zur Änderung des Flächennutzungsplans und zum Bebauungsplan ist abgeschlossen. Die Ausschreibungsunterlagen für den Neubau eines Nahversorgers und eines Kindergartens werden ausgearbeitet.
• Feuerwehrhaus: Behandlung im Ausschuss im Oktober; die Optionen werden gesichtet und die nächsten Schritte festgelegt.
• Rathaussanierung: Nach Eingang des Förderbescheids wurde die Machbarkeitsstudie für das Gebäude der ehemaligen Raiffeisenbank in Auftrag gegeben (siehe TOP 3 B).
• ISEK-Maßnahmen: Die Umsetzung läuft nach Maßnahmenplan weiter.
• Kommunale Wärmeplanung: Der Abschluss ist für das 1. Quartal 2027 zu erwarten.
• Konzessionsvergabe Strom: Der Kriterienkatalog ist erstellt; die beauftragte Rechtsanwältin verschickt Verfahrensbrief und Kriterienkatalog an die beiden Bewerber.
• Bau-Turbo: Die Randbedingungen werden in einer der nächsten Sitzungen vorgestellt.
• Wald-Akademie: Heigenbrücken ist mit zwei von drei verbliebenen Bewerbungen weiter im Rennen. Die Immobilien Freistaat Bayern haben um Terminvorschläge für ein Gespräch über die weiteren Anforderungen gebeten; auch die beiden Bürgermeister-Stellvertreter sollen zu diesem Termin eingeladen werden.
 

TOP 3 B – Zuwendungsbescheid Machbarkeitsstudie Dorfstraße 6
Die Regierung von Unterfranken hat für die Machbarkeitsstudie „Dorfstraße 6" einen Zuschuss aus der Städtebauförderung in Höhe von 5.600 € bewilligt. Das Angebot des beauftragten Büros Haase & Bey beläuft sich auf circa 10.000 €. Die Studie soll klären, ob ein Umzug des Rathauses in das Gebäude Dorfstraße 6 wirtschaftlicher und sinnvoller wäre als die Sanierung des bisherigen Rathauses. Beide Gebäude liegen nur wenige Meter voneinander entfernt.
 

TOP 4 – Bilaterale Vereinbarung mit dem Landkreis zum Gemeindeticket
Damit das vergünstigte Gemeindeticket auch weiterhin rechtssicher angeboten werden kann, müssen die Aufgabenträger im Nahverkehr eine sogenannte „Allgemeine Vorschrift" erlassen. Damit wäre grundsätzlich auch die Finanzierungsverantwortung auf den Aufgabenträger – hier den Landkreis Aschaffenburg – übergegangen. Da die Finanzierungsverantwortung aber weiterhin bei den Kommunen bleiben soll, ist eine bilaterale Vereinbarung zwischen Gemeinde und Landkreis erforderlich.

In dieser Vereinbarung erklärt sich die Gemeinde bereit, die Finanzierung des in ihrem Gebiet geltenden Sondertarifs zu übernehmen. Abrechnung und Zahlungsfluss laufen wie bisher direkt zwischen Gemeinde und Verkehrsunternehmen bzw. VAB (Verkehrsgemeinschaft am Bayerischen Untermain). Für die Gemeinde ändert sich an der finanziellen Belastung nichts; der Landkreis übernimmt keinen Finanzierungsanteil.
Beschluss: Der Gemeinderat stimmt der neuen Vereinbarung zum vergünstigten Gemeindeticket über den Landkreis Aschaffenburg mit der Amina (Aschaffenburg Miltenberg Nahverkehrs-GmbH) zu.

Herzlichst,
Ihr Jochen Drechsler
Bürgermeister


Mitteilung aus dem Bauamt:

In der Zeit vom 21.09. bis 30.09.2026 finden Modernisierungsmaßnahmen
an der Mobilfunkstation der Gemarkung Jakobsthal (Standort - Grillhütte) statt.
Eventuell kann es in diesem Zeitraum zu Netzausfällen kommen.
Wir bitten um Beachtung und danken für Ihr Verständnis!